GUT FÜR UNS, GUT FÜR DEN PLANETEN
 

BARILLA − Parma, Italien

Barilla erobert mit Pasta die Welt – und zeigt, wie Nachhaltigkeit zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor avancieren kann.

Wie Leuchttürme werfen grosse Marken ihr Licht auf das aufgepeitschte Meer der Globalisierung. Sie helfen uns, durch die unendlichen Weiten aller denkbaren Kaufentscheidungen zu navigieren. Was soll ich heute anziehen? Welches Auto fahren? Und: Was soll ich essen?

 

Im italienischen Parma steht so ein Leuchtturm: Barilla – das 140-jährige Familienunternehmen in vierter Generation. An 28 Standorten, 14 in Italien, 14 im Ausland, produziert Barilla jährlich rund 1,8 Millionen Tonnen Nahrungsmittel – Pasta, Saucen, Gebäck, Knäckebrot –, die in über 100 Länder exportiert werden. Als Weltmarktführer mit EUR 3,5 Milliarden Umsatz und 8000 Mitarbeitenden ist Barilla ein Fixstern im Pasta-Universum.

Der Barilla Leuchtturm strahlt nicht nur hell – er strahlt auch grün. «Good for you, good for the planet», lautet das Mantra. «Eine konstant wachsende Weltbevölkerung mit guten Produkten zu ernähren, ohne dabei dem Planeten zu schaden, ist eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit», sagt Guido Barilla, Chairman der Barilla Group.

Schon wenige Beispiele zeigen den Nachdruck, mit dem das Unternehmen seinen Beitrag leistet, um die globalen Herausforderungen zu meistern:

Rohstoffe: Das Nachhaltigkeitsprogramm von Barilla setzt bei den Rohstoffen an – Durumweizen, Tomaten, Eier. Im Jahr 2017 produzierten über 2000 italienische Bauern 240 000 Tonnen Hartweizen. Indem sie den «Barilla Dekalog zum nachhaltigen Anbau von Hartweizen» befolgten, konnten die Landwirte die Treibhausgasemissionen und ihre eigenen Kosten um durchschnittlich 10% senken. Barilla legt auch Wert auf das Tierwohl: Die in Parma ansässige Gruppe verwendet zu 94% Eier aus Auslaufhaltung. Und Palmöl hat Barilla komplett aus dem Programm genommen.

Produktion: Für jede Tonne Pasta, die Barilla auf seinen Anlagen seit 2010 produziert hat, konnte das Unternehmen den Wasserverbrauch um 31% und die Treibhausgasemissionen um 24%t reduzieren. Zudem hat Barilla bei Saucen und Pesto den Wasserverbrauch um 15% und den Kohlendioxidausstoss um 49% reduziert.

Ernährung: Im Jahr 2017 lancierte Barilla zehn neue Produkte, die die Nährstoffbilanz des Unternehmens verbessern sollen. Zudem hat das Unternehmen seit 2010 das Nährwertprofil von 387 Produkten verbessert – sie enthalten nun weniger Zucker, Fett und Salz. Ebenfalls auf das Jahr 2017 fiel die Lancierung von Gemüsesaucen, die weder tierische Inhaltsstoffe noch Laktose enthalten und den veränderten Ansprüchen der Konsumenten entsprechen.

Mit geplanten Investitionen von rund einer Milliarde Euro in seine industriellen Assets treibt Barilla in den nächsten Jahren die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit weiter massiv voran. Diese Erdung ist der neue Motor der Wachstumsstory von Barilla.

«Mit unserer Pasta tragen wir nicht nur ein Stück italienisches Lebensgefühl in die Welt», sagt Antonio Copercini, Chief Group Supply Chain Officer von Barilla und für die weltweite Fertigung verantwortlich. «Wir tragen auch die Botschaft in die Welt, dass wirtschaftlicher Erfolg und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.» Die Pesto-Spaghetti von Barilla verströmen nicht nur den warmen Wind des Mittelmeers, sondern versprechen Grösseres: den Genuss mit gutem Gewissen.

Ein Kernelement von Barillas Nachhaltigkeit ist der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten – vom Anbau der Rohstoffe über die Verarbeitung bis hin zur Distribution. Barilla hat ein strategisch ausgerichtetes Produktionsnetzwerk aufgebaut mit Fabriken in Europa, Amerika und Russland. Im letzten Jahr hat das Unternehmen durchschnittlich 90% des Weizens dort gekauft, wo die Pasta auch produziert wird. Millionen Tonnen Klimagase werden so vermieden.

In Amerika erfolgte der Produktionsbeginn 1998; Bei null gestartet, beträgt der Marktanteil von Barilla inzwischen 34%. Ermutigt durch diesen Triumph erfolgte 2012 der Eintritt in den russischen Markt; und noch schneller als im Westen wächst der Teigwarenhersteller aus Parma im Osten – bereits nach wenigen Jahren stammen 12% aller Qualitätsteigwaren von Barilla. Der Erfolg sowohl in Amerika als auch in Russland erforderte bereits den Bau weiterer Fabriken sowie die Erweiterung der bestehenden.

Partner seit 50 Jahren

Nachhaltigkeit und Expansion: Das erfordert einen kompetenten Lösungspartner. Seit mehr als 50 Jahren ist Bühler einer der wichtigsten Ausrüster von Barilla. Die erste Pastalinie bestellte Pietro Barilla in Uzwil, die Mühle in Parma ist komplett mit Equipment von Bühler bestückt. Heute bedient Bühler Barilla entlang der gesamten Lieferkette. Mit Reinigungsanlagen für den Hartweizen, optischen Sortierern, Walzenstühlen, Plansichtern und Pastalinien ist Bühler Teil der nachhaltigen Erfolgsstory von Barilla. «Die Lösungskompetenz von Bühler ist für uns ein entscheidendes Kriterium », sagt Copercini. Die Verbindung ist weit mehr als eine nüchtern-professionelle Kundenbeziehung. «Es gibt so vieles, was uns verbindet», sagt Copercini und führt aus: «Tradition als Familienunternehmen, auf Werte ausgerichtete Unternehmenskultur, Qualitätsausrichtung, Nachhaltigkeit – und Leidenschaft.»

Vor allem für die aktuellen Neubauten und Erweiterungen der Pastawerke wählte Barilla vorzugsweise Bühler. Sieben der elf neuen Produktionslinien der letzten sechs Jahre stammen vom Schweizer Anbieter: 2013 zwei Pastalinien für den Markteintritt in Russland, 2014 der Start glutenfreier Produktion mit zwei Linien in Ames, USA, 2017 eine grosse Kurzwarenlinie für die Kapazitätserweiterung in Amerika und im gleichen Jahr die Erweiterung der Produktion in Russland mit weiteren zwei Linien. «Bühler hat wesentlich zu unserer Expansion beigetragen und wir sind froh, bei diesen ambitionierten Projekten einen so kompetenten und zuverlässigen Partner an unserer Seite zu haben», sagt Copercini. Der Fokus auf Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung erfordert dabei sowohl vom Hersteller als auch vom Technologielieferanten die Fähigkeit zu permanenten Anpassungen und Neuerungen. Beispiel glutenfreie Teigwaren: Bühler erkannte diesen Trend frühzeitig und hat dafür die passende Extrusionstechnik basierend auf der Polymatik Teigwarenpresse entwickelt. Weil hier im Rohstoff Gluten als Klebstoff fehlt, sorgt die Polymatik für die hydrothermische Behandlung des Rohmaterials. Beispiel Energieeffizienz: Um Energiekosten zu reduzieren und die Produktion nachhaltiger zu machen, hat Bühler Trockner entwickelt, die bis zu 40% Energie sparen. Beispiel Digitalisierung: Sensoren von Bühler erfassen sowohl das Rohmaterial als auch Pastaeigenschaften kontinuierlich, mit dem Mehrwert der lückenlosen Produktionsüberwachung zum Qualitätsmanagement sowie der automatischen Datenspeicherung.

Innovation für eine bessere Welt

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit von Bühler gab auch den Ausschlag für die jüngste Produktinnovation: Pasta nicht aus Getreide, sondern aus Hülsenfrüchten, etwa roten Linsen oder Kichererbsen. Hülsenfrüchte sind nicht nur im Anbau unschlagbar nachhaltig; sie brauchen nur wenig Wasser und kaum Dünger und halten die Äcker fruchtbar, indem sie Stickstoff im Boden binden. Auch ihr Nährwert ist top: Reich an Proteinen und fettarm, enthalten sie viel Mineralstoffe und Vitamine. Barilla brachte die neue Pastalinie Ende 2018 auf den Markt – und gibt damit ein weiteres Mal den Standard in Sachen Nachhaltigkeit vor.

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